Ready. Steady. Go!

Startup Festival Nürnberg. Vom 07. bis 13. April 2015

Zurück zur Übersicht

Bootstrapping - Gründung nach einem Low-Budget-Modell


Gründer sollten so schnell wie möglich mit dem operativen Geschäft beginnen.

Bootstrapping - Freiheit und Sparsamkeit

Wenn die Idee des eigenen Unternehmens zur Realität werden soll, fehlt es dabei den meisten Unternehmensgründer an einem: Geld. Fast jeder angehende Unternehmer muss sich daher einmal Gedanken darüber machen, wie er sein Unternehmensvorhaben finanzieren will. Neben dem bereits vorgestellten Crowdfunding, das in Deutschland noch relativ neu ist, sollte man auch andere Alternativen, wie eben Bootstrapping, in Betracht ziehen:

Beim Bootstrapping ist der Name Programm. Genauso wie ein “Bootstrap” (zu deutsch: ein Schnürsenkel) die Schuhe festziehen soll, soll beim “Bootstrapping” die Finanzplanung des Unternehmens eng ausgelegt sein, d.h. ein schmales Budget, Minimierung der Ausgaben und eine schnelles Hinarbeiten zur Gewinschwelle. Um dies zu erreichen ist ein Kernprinzip der Bootstrapping-Finanzierung das möglichst frühe Einbringen des eigenen Produkst an den Markt, um dieses dann mit positivem Cashflow und durch Einbeziehen von Kundenfeedback möglichst schnell weiterentwicklen zu können.

Um die Kosten außerdem niedrig zu halten, greifen Startups, die sich für das Bootstrapping entschieden haben, dabei auf günstige oder kostenlose Open-Source-Software und Technologien zurück, und nutzen beispielsweise Social Media, als Marketing-Methode.

Der größte Vorteil des Bootstrapping ist allerdings das keine Abgabe von Informations-, Kontroll- oder Mitwirkungsrechten stattfindet. Da beim Bootstrapping auf Fremdkapital verzichtet wird, schulden die Unternehmer auch niemandem Rechenschafft außer sich selbst.

Gefährlich wird das Bootstrapping allerdings, wenn die Dinge einmal nicht so laufen wie sie sollen. Fehlentscheidungen, Misserfolge oder einfach nur Pech. Da beim Bootstrapping sowohl Zeit als auch Kapital knapp sind, können unvorhergesehene oder negative Ereignisse auch schnell das Aus für das Unternehmen bedeuten, da es kein finanzielles “Sicherheitspolster” gibt.

Bootstrapping ist daher für die meisten Unternehmer eher eine Notwendigkeit, anstatt eines Wunschs. Ob die Freiheit, die man gewinnt, indem man auf Investoren und Fremdkapital verzichet, den Verlust an (finanzieller) Sicherheit aufwiegt, muss jeder Unternehmer für sich selbst entscheiden.

Zurück zur Übersicht
  • Hashtag:
  • Methoden & Tools

  • Datum:
  • 23.03.2015

  • Autor:
  • Benedikt Jäger